Synergetische Innenweltreisen mit Kindern (2 Sessions)

- Irma Steiner: „Der Vogel“ (Einschlafprobleme und Ängste)
Der 11-jährige Klient kann seit längerer Zeit nicht einschlafen. Er kommt jeden Abend völlig verängstigt in das Bett seier Eltern und muss beruhigt werden. Bisher konnte keine konkrete Ursache dieser Ängste gefunden werden. In dieser Sitzung wird deutlich, dass die Angst besteht, seit es im Haus gebrannt hat. Der Vogel des Jungen ist dabei im Qualm erstickt. Bei der Erinnerung an dieses Ereignis und an den Vogel beginnt der Junge sofort zu weinen - „ich konnte ihn nicht retten“. In der Innenwelt besteht nun die Möglichkeit, diesen Schmerz abfließen zu lassen und zugleich neu zu handeln, um die innere Struktur zu verändern. Der Junge ist begeistert und geht abermals in die traumatische Situation. Er erlebt, wie er den geliebten Vogel rettet und ihn von nun an als unsichtbaren Freund nachts bei sich im Zimmer hat. Tiefe Erleichterung tritt ein. Im weiteren Verlauf werden noch leichtere schulische Probleme bearbeitet. Zum Abschluß taucht schließlich der innere Heiler des Jungen auf, der ihm eine heilsame Medizin gegen seine Angst verabreicht. Seit dieser Sitzung gab es keinerlei Einschlafprobleme und nächtlichen Ängste mehr. Beobachtungszeit: 1 Jahr.

- Doris Schick-Nagel: „Mama“ (Adoption)
Der 16-jährige Klient wurde als Kleinkind adoptiert, seine leibliche Mutter kennt er nicht. Er kommt in seinem Leben gut zurecht, allerdings konsumiert er seit einiger Zeit leichte Drogen. Der junge Mann wollte eigentlich nur theoretisch wissen, was Synergetik Therapie ist, legte sich dann auf die Matraze im Sitzungsraum der Therapeutin, um einmal einen Entspannungstext zu genießen und stieg anschließend einfach von selbst in seine Innenwelt ein. Gleich zu Beginn landet er an einem wunderschönen Wasserfall, wo er in den innneren Bildern seiner leiblichen Mutter begegnet. Nach anfänglichen Annährungsschwierigkeiten, kann der Junge sich seine Sehnsucht eingestehen und die Mutter bitten, innerlich bei ihm zu bleiben. Sie sieht zwar ganz grau aus, und möchte zunächst auch sehr schnell wieder gehen, verspricht aber sehr bald wieder zu kommen. In der zweiten Sitzung findet eine noch intensivere Begegnung zwischen dem Klienten und seiner Mutter statt, mit dem Endergebnis, dass sie sich neben dem Wasserfall eine Holzhütte baut, um immer in seiner Nähe zu sein. Das Graue ist gewichen und der Klient spürt, wie seine innere, nun ganz farbige und lebendige Mutter sein Selbstbewußtsein, seine Sicherheit und sein Vertrauen stärkt. Im Verlauf dieser Sitzung nimmt er auch wahr, dass seine Mutter im Inneren immer bei ihm war und über seine innere Stimme Kontakt zu ihm hatte. Aber nicht nur seine Mutter, sondern auch die Sonne haben in all den vergangenen Jahren über ihn gewacht und ihn beschützt. Der Klient trifft am Ende der Sitzung folgenden Entschluss: Also ich bin fest entschlossen, mit dem Kiffen auf zu hören, weil, wenn ich das jetzt ja weiss, dass ich die Sonne und meine innere Mutter und das alles hab´, dann brauch´ ich ja das Kiffen nicht mehr. Ist eigentlich nicht mehr so wichtig dann. Und ich möchte ja dann die zwei Sachen so richtig fühlen und das geht nur, wenn ich nicht bekifft bin.“

 

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Zuletzt aktualisiert am: 06-Mai-2017 20:55
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