Abszesse im Hals
- Edith
Eyrich: Abszesse im Hals
Die Klientin leidet unter immer wieder kehrenden Abszessen im Hals. Trotz Operation
hat sich nun wieder ein Abszess gebildet. Die Klientin entschließt sich
diesesmal jedoch anstelle einer erneuten Operation zur Synergetik Therapie.In
der zweiten Sitzung kristallisiert sich sehr rasch die zugrunde liegende Mutterthematik
heraus. Die Klientin findet sich in ihrer Kindheit wieder und steht nun in ihrer
Innenwelt ihrer strengen Mutter gegenüber. Für diese ist die Klientin
nur eine Last, sie überschüttet sie mit ständigen Vorwürfen
und die Klientin fühlt sich nur sprachlos und völlig erstarrt - bringt
kein einziges Wort mehr über die Lippen. Sie spürt einen Kloß
im Hals und kann plötzlich wahrnehmen, wie sehr sie mit ihrer Mutter leidet,
wie sehr sie sich mit deren Schmerz identifiziert und die Schuld dafür
auf sich nimmt. Dieser Schmerz sitzt im Hals der Klientin und in der Sitzung
kann sie dies ihrer Mutter nun endlich sagen - Mutter, du machst mir Halsschmerzen.
Im Laufe des Prozesses findet die Klientin zu einer neuen Handlungskompetenz
und Ausdrucksfähigkeit, wodurch es plötzlich zu einer für sie
völlig unerwarteten Wendung kommt - Die Mutter wendet sich ihr zu. Im Inneren
der Klientin findet eine tiefe Versöhnung zwischen Mutter und Tochter statt,
was sie bereits noch während der Sitzung an ihrer Symptomfreihet feststellen
kann - die Halsschmerzen sind verschwunden. Nach der dritten Sitzungen ist die
Klientin völlig beschwerdefrei. - Beobachtungszeit: ca. 1 Jahr.
Asthma
- Uwe
Ibenthal: Ungewißheit
Die 55-jährige Klientin leidet seit Jahren unter Asthma. In dieser Sitzung
begegnet sie immer wieder ihrer inneren Ungewißheit und dem Gefühl,
es geht nicht weiter. In der Synergetik Therapie wird als Einstieg
häufig das Bild einer Treppe vorgegeben, die der Klient dann nach unten
steigt. Damit ist die innere Vorstellung verbunden, dass man zugleich in die
inneren Seelenlandschaften, in das Unterbwußtsein hinabsteigt. Die Klientin
ist jedoch grundsätzlich nicht bereit, die Treppe nach unten zu steigen,
also steigt sie die Treppe nach oben. Dort begegnet sie aber immer nur leeren
Räumen, wo nichts passiert und wo es nicht weitergeht. Sie fühlt sich
immer weider sehr verloren und hat keinen Mut, in irgendeine Handlung zu gehen,
weil die Ungewißheit sie zu sehr blockiert. Im Verlauf der Sitzung bekommt
sie langsam ein Gefühl von innerer Panik, da nicht mehr raus zu kommen.
Auch ihr Mann, der sie als inneres Bild während der gesamten Sitzung in
ihrer Innenwelt begleitet, hat keine Ideen oder Impulse. Die Ungewißheit
ist übermächtig und die Klientin hat trotz Einsatz des Schlagstockes
am Ende immer wieder nur das Gefühl, aufgeben und es hinnehmen zu müssen
- ich bin eben kein Sieger. Sie kann ihr inneres Muster sehr deutlich
wahrnehmen und trifft eine Vereinbarung, in der nächsten Sitzung weiter
daran zu arbeiten.
- Christine
Breitenbücher: Asthma und Übergewicht
Die 47-jährige Klientin leidet unter Asthma und Übergewicht, sowie
unter einem mangelnden Selbstwertgefühl, welches sich durch ihre zögerliche
und stockende Art zu sprechen ausdrückt. Die Sitzung findet in erster Linie
auf der Symbolebene statt, Zunächst nimmt die Klientin ihr Festgehaltensein
wahr, ihre Bewegungslosigkeit und ihre Handlungsunfähigkeit - ihre inneren
Fesseln. Aber da sind auch ihre Wut, ihr Mut, ihr Selbstwertgefühl und
ein großer türkiser Spiegel. All diese Anteile treiben sie an weiterzugehen,
immer neue Schrite zu machen, durch Mauern hindurch und über Angründe
hinweg. Die Angst wird dabei immer geringer und schließlich landet sie
an einer Anhöhe vor einem Bergsee. Ihr Atem ist plötzlich ganz frei
und sie spürt wie Sauerstoff bis in die letzten Lungesnspitzen kommt. Dadurch
daß sie ihre inneren Grenzen erweitert hat, wird die Atmung freier. Nun
kann die Klientin ihre Angst, die jetzt nur noch so groß wie ein Kiesel
in ihrem Bauch liegt loslassen - übermütig kickt sie ihn mit ihrem
Bauchnabel in den Bergsee. Sie läßt sich hinterher gleiten und fühlt
sich leicht, mutig, stark, präsent und stolz, was sie mit den Worten bekräftigt
- das bin ich! Ich bin wertvoll! Eine weitere Erkenntis der Klientin zeigt ihr
auf, dass sie dann ihr Übergewicht verlieren wird, wenn sie es schafft,
sie selbst zu sein. Drei Monate später berichtet die Klientin, dass sie
keine asthmatischen Beschwerden mehr habe. Ihr Stimme ist dabei klar und bestimmt.
Sie sei auch viel selbstbewußter geworden, an Gewicht hat sie jedoch noch
nicht verloren - weitere Sitzungen sind geplant.
Blasenentzündung
- Uschi
Klein: Turm der Erkenntnis und Loslassen
Die Klientin leidet seit Wochen unter immer wiederkehrenden Blasenentzündungen.
Ihr Ehemann lebt aufgrund seiner Krankheit - Multiple Sklerose - seit Jahren
in einem Pflegeheim, sie schafft es jedoch nicht, ihn loszulassen, obwohl sie
seit ca. einem Jahr eine Beziehung zu einem anderen Mann aufgenommen hat. In
dieser Sitzung begegnet sie in ihren inneren Bildern einem 300 Jahre alten Mann,
der in einem Leuchtturm lebt und der ihr zeigt, was es heißt, in sich
selbst zu ruhen, die Verbindung zu Gott zu spüren und alles andere loszulassen.
Die Klientin bringt diese innere Gestalt in Kontakt mit ihrem Mann. Beides sind
innere Anteile der Klientin, der alte Mann mit seiner inneren Ruhe und Gelassenheit,
aber auch ihr Ehemann, der festhält und auf keinen Fall loslassen will.
Indem sie die beiden nun in ihren inneren Bilder zusammenbringt, vereinigt sie
diese beiden Teile in sich und etwas Neues kann dadurch entstehen: Zunächst
gelingt es zwar nicht, dass der Ehemann der Klientin die Verbindung zu Gott
aufnimmt und dadurch die Klientin loslassen kann. Dahinter steckt ein Konflikt
mit seiner Mutter, die ständig versucht hatte, ihn in Hinblick auf Gott
zu unterdrücken und ihm ihre eigenen Maßstäbe aufzudrängen.
Über die innere Konfrontation der Mutter mit wiederum deren Vater, kann
eine völlig neue Begegnung zwischen ihr und ihrem Sohn stattfinden. Die
Klientin erlebt in sich, wie ihr Ehemann sich mit seiner Mutter endlich versöhnt
und zusammen mit dem alten Mann die Verbindung zu Got wieder aufnimmt. Endlich
kann er sie gehen lassen. Die Klientin ist nun auch selbst bereit, sich ihrem
neuen Partner endlich ganz zuzuwenden und ohne Schuldgefühle ihren eigenen,
neuen Weg zu beschreiten.
Hautprobleme
- Doris
Möller: Reise zum Herzen
Die Klientin beleuchtet in dieser Sitzung die Hintergründe ihrer Hautprobleme.
Sehr deutlich wird der Zusammenhang zu dem inneren Konflikt, die wahren Gefühle,
insbesondere die von Zuneigung und Liebe nicht zeigen zu können bzw. zeigen
zu dürfen - gekoppelt mit einem Schamgefühl und einem Druck auf der
Brust. In der Sitzung vermischen sich reale Kindheitserinnerungen mit Reinkarnationsbildern.
In der ganz frühen Kindheit erlebte die Klientin den Geschlechtsverkehr
ihrer Eltern mit und hörte dabei die Worte der Mutter, dass der Vater leise
sein soll, damit das Kind das nicht mitkriegt. Dies scheint das erste
prägende Erlebnis zu sein, in dem die Klientin ganz tief in sich aufnahm,
dass ihre Eltern ihre Gefühle verstecken. Infolgedessen begann auch sie
ihre Gefühle immer mehr festzuhalten. In der Synergetik Therapie geht es
nun darum, in den abgespeicherten Energiebildern neu zu handeln, um die alte
Struktur aus dem Gleichgewicht zu bringen, damit eine neue, höherwertige
Ordnung entstehen kann. Die Klientin identifiziert sich also mit dem kleinen
Kind von damals und folgt nun ihren spontanen Impulsen, d.h. sie steht jetzt
in ihrem Gitterbettchen einfach auf und fragt die Eltern, was sie da tun. Die
teilen ihr nun mit, dass sie sich lieb haben und die Klientin kann schließlich
ganz unbefangen damit umgehen, sich wieder abwenden und ruhig weiter schlafen.
Im Anschluß zeigen sich Reinkarnationsbilder aus einem Leben, in dem die
Klientin ein junger Mann war und getötet wurde, als er seine Liebe zu einer
Frau zeigte, die bereits vergeben war. Der daraus resultierende Mustersatz lautet
auch hier: Ich muss meine Gefühle festhalten. Die Synergetik
Therapie greift das Weltbild des jeweiligen Klienten auf, ohne es zu bewerten
und arbeitet dann mit der energetischen Struktur der Bilder. Dies bedeutet,
dass die Muster der Klientin sich sowohl in realen Erinnerungen, aber auch in
Symbolen, Phantasiebildern oder eben Bildern aus sog. früheren Leben präsentieren
und dann auf der jeweiligen Ebene bearbeitet werden können. Am Ende der
Sitzung ist die Klientin ihrem Herzen wieder ein großes Stück näher
gekommen. Sie hat in ihrem inneren Prozeß gelernt, dem Herzen zu folgen
und ihren Gefühlen ohne Scham Ausdruck zu verleihen.
Infektion
- Regina
Kybelka: ...Zwilling sein dagegen sehr.
Die Klientin leidet unter Verwachsungen von Gebärmutter und Blase nach
Sectio und Sepsis, unter chronischen Infektionen von Blase und Nieren, sowie
Blasenentleerungsproblemen. Es handelt sich bei dieser Sitzung um eine Probesitzung
nach einem akuten Infekt. Schon ganz zu Beginn der Sitzung wird die tiefe Bindung
der Klientin zu ihrer Zwillingsschwester deutlich. Die Klientin möchte
ihr Leben gerne genießen, wird aber von ihrer Zwillingsschwester immer
wieder nach unten gezogen und in die Verantwortung genommen, soll
für sie da sein, soll dafür sorgen, dass es ihr gut geht. Die Klientin
möchte sich lösen, was ihr aber aufgrund ihres schlechten Gewissens
bisher nicht gelungen ist. Die gesamte Sitzung dient diesem Prozess der inneren
Loslösung. Der Prozess verläuft in mehreren Schritten, wobei auch
intensive Energiearbeit mit dem Schlagstock eingesetzt wird. Am Ende der Sitzung
kann die Klientin ihrer Schwester offen und fröhlich in die Augen schauen
und dann ihren eigenen Weg gehen.
Karpateltunnelsyndrom
- Manuela
Koch: Arbeit ist das halbe Leben
Die Klientin kommt zur dritten Sitzung, in der sie ihre berufliche Situation
klären möchte. Seid geraumer Zeit hat sie den Wunsch, etwas völlig
Neues zu beginnen, traut sich aber nicht so richtig diesen Gedanken weiterzuentwickeln,
sondern fühlt sich weiterhin zerrissen und unklar und in der Arbeitssituation
mit dem neuen Firmenpartner überfordert und unwohl. In der Sitzung taucht
gleich zu Beginn ein Schwächegefühl in ihrem rechten Arm, den Handgelenken
und ihren Fingern auf - und zwar in dem Moment, als sie eine Tür mit der
Aufschrift Büro öffnet. Vor kurzem diagnostizierte ihr
Arzt eine Berufskrankheit mit dem Namen Karpateltunnelsyndrom. Es
handelt sich dabei um die Entzündung eines bestimmten Nerves mit der Folge,
dass die Schulter ständig einschläft. Die Klientin nimmt im Verlauf
der Sitzung wahr, dass sie in ihrem Arbeitsleben öfters mal die Faust zeigen
soll, ihre Mitarbeiterinnen wegdrücken muss, wenn die ihr zuviel Raum nehmen
und dass sie sich auch gegen das Festgehalten werden von einer Kollegin wehren
darf. Es ist wichtig, in ihre ganze Kraft zu gehen und ruhig auch einmal aggressiv
zu reagieren. Der tiefere Hintergrund der bisherigen Schwäche in bezug
auf diese Aspekte ist die Beziehung der Klientin zu ihrem Opa. Dieser traute
ihr immer sehr wenig zu, da sie ja nur ein Mädchen ist. Nachdem
die Klientin sich mit dem Opa und im Anschluß daran auch mit ihren Kolleginnen
auseinandergesetzt hat, zeigt sich ihre berufliche Situaion plötzlich in
den schönsten Farben, so schön, dass sie es gar nicht annehmen kann.
- Habe ich so viel Glück überhaupt verdient? - Und wieder taucht der
Opa auf, der viel Leid und Schwere im Krieg erfahren hat. Die Klientin hatte
einen Teil dieser Schwere, sowie den Lieblingssatz des Opa Arbeit ist
das halbe Leben ein großes Stück weit übernommen. Erst
nachdem sie ihm dies innerlich zurückgegeben hat, kann sie sich endlich
gönnen, Freude am Leben zu haben, zu genießen und zu entspannen,
sowie mit Leichtigkeit etwas Neues zu beginnen. Auch der Vater der Klientin
kommt schließlich noch mit dazu. Alle drei legen sich zusammen auf drei
bunte Liegestühle und bewundern ein gigantisches Feuerwerk am Himmel. Neben
der tiefgehenden Bearbeitung der inneren Blockaden, erhält die Klientin
viele wertvolle und konkrete Hinweise für die weiteren Schritte ihrer beruflichen
Laufbahn.
Lymboischialgie
- Barbara
Stöckl: Lymboischialgie
Die 30-jährige Klientin kommt ein paar Tage vor ihrer geplanten Weltreise
zur Synergetik Therapie. Sie leidet unter einer Lumboischialgie, kann sich also
nur unter Schmerzen bewegen. Dieses Krankheitssymptom begann mit dem Umzug zurück
in ihr Elternhaus. Der Auszug war erst einige Jahre zuvor erfolgt, nachdem die
Eltern sehr lange versucht hatten, sie an sich zu binden. In dieser Sitzung
zeichnen sich besonders deutlich die Themen Macht und Neid
ab. Die Klientin erlebt zuerst einen sehr intensiven Reinkarnationsfilm
in ihrer Innenwelt. Sie lernt als Königin, eine wahre Herrscherin zu sein,
d.h. mit Macht und Neid umzugehen, ohne dabei zu vereinsamen, sich ganz zu öffnen
und dadurch das Volk für sich zu gewinnen. Schließlich wird auch
die Parallele zum heutigen Leben der Klientin deutlich. Bereits in der frühen
Kindheit begann ein Machtkampf zwischen der Klientin und ihrer Schwester um
die Liebe des Vaters. Dieses Thema kann in den inneren Bildern der Klientin
sehr tiefgreifend verändert werden, so dass die Weltreise stattfinden kann
und die Klientin in einer Postkarte kurze Zeit später berichtet, wie positiv
sich ihre Beziehung zum Vater und zur Schwester verändert haben.
Multiple Sklerose
- Frieda
Hosp: Multiple Sklerose
Die 30-jährige Klientin leidet seit 6 Jahren an Multiple Sklerose. Ihre
Steh- und Gehfähigeit sind massiv eingeschränkt. In der Sitzung werden
zwei wichtige Themen aus der Kindheit der Klientin bearbeitet - einmal der Mißbrauch
an ihr und an ihrer Zwillingsschwester durch den Vater. Die Klientin fühlt
sich immer noch sehr schuldig, weil sie ihre Schwester beim Vater zurückgelassen
hat, als sie zu den Großeltern fuhr, und das obwohl sie wußte, was
dann auf sie zukommen würde. Die zweite Thematik hat auch mit Schuld zu
tun, aber auch mit Scham und Unreinheit. Die Klientin war mit 4 Jahren noch
Bettnässerin, weil sie nachts oft vor Angst wie erstarrt in ihrem Bett
lag und es somit nicht schaftte, zur Toilette zu gehen. Beide Schlüsselszenen
werden in dieser Sitzung intensiv bearbeitet. Die Klientin geht dabei mehr und
mehr in ihre innere Handlungsfähigkeit und Beweglichkeit.
- Brigitte
Molnar: Multiple Sklerose, Trigeminusnervreizung
Der 60-jährige Klient leidet seit 1977 an Multipler Sklerose, kann sich
jedoch seit 1988 wieder ohne Gehilfen frei bewegen, wobei seit dieser Zeit eine
leichte kompensatorische Gehbewegung zurück geblieben ist. Seit 1984 kam
eine Trigeminusnervreizung hinzu, die starke Schmerzen im Mundbereich verursacht.
In der Sitzung bearbeitet der Klient seinen tiefsitzenden Schmerz über
den frühen Verlust des Vaters durch den Krieg. Weitere wichtige Stationen
der Sitzung sind die Flucht und die ständig überforderte Mutter. All
dies behinderte den Klienten darin, ein adäquates Selbstbild zu entwickeln.
Die daraus fehlende Orientierung liess ihn erst in die Gemeinschaft der Jesuiten
eintreten, später in unpassende Zweier-Gemeinschaften, die so belastend
für ihn waren, dass im Zusammenhang mit seiner hohen Intelligenz und seinem
Helfen-wollen und Nicht-können die autoaggressive MS ausbrach. Mit dazu
beigetragen haben könnte vielleicht auch der letzte Brief des Vaters, den
er seinem Sohn aus dem Krieg schickte und in dem er ihn beschwor, seine Kräfte
für etwas sinnvolleres als für den Krieg einzusetzen. Am Ende der
Sitzung gelingt es dem Klienten, den Kontakt zu seinen Beinen zu intensivieren
mit dem erfreulichen Ergebnis, dass er nach der Sitzung seit vielen Jahren zum
ersten mal wieder seinen linken Oberschenkel aufstellen kann, ohne abzurutschen.
In weiteren Sitzungen wird es in der Aufarbeitung der Traumata darum gehen,
ein stabiles Vater-Mutterbild und damit Selbstbild aufzubauen, mit dessen Hilfe
er seine Gehschwäche umd dem Trigeminusnerv abhelfen kann.
- Frauke
Dietz: Parkinson (Probesitzung)
In dieser Probesitzung surft der Klient, der unter Parkinson leidet
durch sein Unterbewußtsein um die wichtigsten Themen in seiner Innenwelt
zu erkunden. Zu Beginn der Sitzung taucht hinter der ersten Tür ein leerer
Raum ohne Liebe auf. Der Klient nimmt wahr, wie sehr dieser Raum sein Denken
dominiert und verläßt ihn bei der ersten Gelegenheit wieder. Hinter
der zweiten Tür, die die Aufschrift Liebe trägt findet
er einen Raum vor, der genau das Gegenteil ausdrückt - Wärme, Liebe
und Angenommensein. Der Klient kommt mit seiner tiefen Sehnsucht in Kontakt,
aber auch mit seiner Angst, abgelehnt zu werden. Am Ende der Probesitzung hat
er in sich diese tiefe Annahme seiner selbst wiedergefunden. Er spürt mit
einer inneren Sicherheit, dass er sein darf wie er ist, sich so zeigen darf
und auch genauso geliebt wird. Der Klient möchte dieses Gefühl ganz
intensiv in sich aufnehmen und ist zunächst nicht bereit, tiefer in seiner
Seelenlandschaften einzutauchen. Auch die Tür mit der
Aufschrift Parkinson bleibt vorest noch geschlossen. Eine Vereinbarung
für weitere Sitzungen wird getroffen und der Klient genießt seine
inneres Wohlgefühl.
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