Praxislizenz Petra Röger
5. Sitzung:
"Wasser"
Die Klientin berichtet im Vorgespräch,
dass es ihr viel besser ging. 4 Tage lang hatte sie sich gut gefühlt und
die Schmerzen waren nicht sehr stark Es war wie ein Höhenflug für
sie. Dann aber wieder der Absturz.
In dieser Sitzung setzte ich sie am Meer ab. Meeresrauschen wird eingespielt.
Sie liefert sich der Naturgewalt aus genießt es sehr, es ist für
sie wie Urlaub. Nur die Schulter schmerzt, das Zusatzgelenk nicht.
Sie taucht auch zum Meeresboden. Der Grund wird immer tiefer, dunkler und kälter,
je weiter sie schwimmt. Sie kommt zum Sumpf.
Hier taucht wieder der Sumpf auf. Hier kommt sie wieder in Kontakt mit nicht
verarbeiteten Erlebnissen.
Es zieht sie in einem Strudel nach unten. Der ganze Körper verspannt sich,
aber sie geht in den Sumpf hinein, es ist ganz schwarz. Sie sucht nach etwas.
Panik kommt auf. Ich lege meine Hand auf ihren Solarplexus. Sie sieht mehrere
Wege in dem Sumpf. Sie ist ungewiss. Die kleine Annabell taucht auf, sie ist
auch ungewiss. Es geht um Entscheidung und Angst vor der Zukunft und eine falsche
Entscheidung zu treffen. Aufforderung, die Mutter auch auftauchen zu lassen.
Konfrontation mit der Mutter. Sie hat Angst, wie ihre Mutter zu werden. Es fehlt
der Mutter das Urvertrauen. Die Kl. holt auch ihre eigenen Kinder mit dazu.
Auch hier direkte Konfrontation. Die große Tochter hat Angst, dass ihre
Mutter sterben würde. Aufforderung, den Tod, den die Klientin ja schon
kennt, den Kindern mal zu zeigen. Die Kinder sind erstaunt über den Tod,
sie gehen zusammen zu ihm hin. Der Tod ist etwas ganz besonderes für die
Klientin, etwas angenehmes, sie ist wieder sehr berührt.
Musik wird eingespielt.
Die Tochter ist jetzt beruhigt.
Sie gehen wieder zurück zur Mutter der Klientin. Wieder Konfrontation mit
der Mutter. Die Frage taucht auf, warum die Mutter so ist. Aufforderung, auch
die Eltern der Mutter auftauchen zu lassen. Es kommen noch mehr Familienmitglieder
dazu.
Hier wird praktisch eine Familienaufstellung in der Innenwelt gemacht. Diese
ist aber viel effektiver, als die von Hellinger.
Krankheit und Tod herrschen in der Familie. Aufforderung von mir, zum Ursprung
zu gehen.
Dadurch kommt sie in tiefer abgespeicherte Energiebilder.
Sie landet in der "Ritterzeit" 1508. Und die Klientin heißt
Ingolf.
Hier kommen Past-Life Bilder. Genau kann sie sogar die Jahreszahl wiedergeben.
Diese Bilder kommen ganz spontan, ohne dass die Kl. wünschte ein früheres
Leben zu besuchen. Diese Erlebnisse von "damals" sind wichtig für
das "Heute". Alles steht in Zusammenhang miteinander. Ihr Unterbewusstsein
hat sie dorthin geführt.
Sie ist ein Ritter und ein Mann, und es wird Fechten und Kämpfen geübt.
Sie tobt sich dort richtig aus beim Kämpfen. Kampf-Geräusche von der
CD werden eingespielt. Es macht der Klientin riesigen Spaß. Es ist sogar
ihr Lebensinhalt. Aufforderung, den Ursprung der Krankheiten und Todesfälle
in der Familie herauszufinden. Sie trifft im Schloss dort einen alten Mann,
einen Alchemisten.
Das alles entspringt der inneren Weisheit der Kl. und darf nicht in Frage gestellt
werden. Der Inhalt ist zweitrangig, es geht um den synergetischen Heilungsprozess.
Durch die direkte Anrede kommt sie noch mehr in Kontakt.
Er stellt ihr einige Fragen über ihr Leben. Sie fragt ihn nach dem Ursprung,
warum so viele Leute aus der Familie krank sind und sterben. Er sagt, das Lachen
fehlt. Das Lachen ist in der Einsamkeit verloren gegangen, also keine Kommunikation,
es kommt das Bild von einem Eremiten, der einsam auf einem Fels sitzt. Hier
auch wieder die direkte Anrede. Der Eremit möchte über sich selbst
nachdenken. Er hat viele Erkenntnisse gewonnen und kann vielen Menschen helfen,
auch der Klientin, durch seine Weisheit. Die Klientin soll kein Eremit werden,
sagt er. Auf die Frage nach der Familie und den Krankheiten sagt er, es ist
innere Unzufriedenheit in der Familie. Er zeigt ihr eine Quelle und sagt, hier
liegt der Ursprung. Er zeigt in die Quelle rein. Aufforderung, in die Quelle
zu schauen.
Wasser-Geräusch von der CD Anlage wird eingespielt, dadurch wird das Empfinden
verstärkt.
Es tut sich ein unterirdischer, enger Gang auf. Der Durchfluss ist eng. Es ist
der Quell des Lebens, der Ursprung, sagt der Eremit. Die Klientin versteht den
Zusammenhang nicht. Sie hält ihre Hand in das Wasser. Es ist auch die Quelle
des Glücks und des Lachens, sagt er.
Diese Quelle liegt in jedem von uns, sie ist nur bei den meisten Menschen verschüttet
unter dem angesammelten "Seelenmüll". Jeder kann anfangen und
beginnen aufzuräumen, dann entsteht wieder Kontakt zu dieser Quelle. Die
Quelle symbolisiert auch, dass wieder die Energie der Klientin frei fließen
kann. Durch ihre Bewusstseinarbeit ist sie synergergetisch zu dieser Energie
gelangt. Es sich künstlich vorzustellen würde der Kl. nicht helfen.
Es geschieht hier einfach und wird erfahren. Das Bewusstsein erlebt es live.
Die Klientin erlebt hier eine Bewusstseinserweiterung, ihre Wahrnehmung ist
erweitert und dies überträgt sich auch auf ihr Leben in die "Realwelt",
da diese mit der Innenwelt in Wechselwirkung steht.
Das fühlt sie. Das Wasser lässt sie auch über die Schulter fließen.
Sie lässt das Wasser auch in ihren ganzen Körper fließen. Das
Zusatzgelenk lässt das Wasser aber nicht durch. Es ist das Feuer und der
Vulkan, er lässt das Wasser nicht durch. Die Klientin möchte, dass
das Wasser stärker sein soll, als das Feuer. Sie sagt es ihm direkt und
es klappt auch. Das Wasser fließt durch und das Feuer wird gelöscht,
das tut der Klientin sehr gut. Alle Spannungen gehen weg. Der Eremit sagt noch,
deine Familie hatte soviel Tod und Krankheit, weil sie das nicht gesehen hat.
Er zeigt ihr vom Berg aus die Welt. Und die Quelle haben sie nicht gefühlt,
sagt er. Aufforderung von mir, die Familie mit an die Quelle zu nehmen. Einer
nach dem anderen berührt die Quelle, alle sind beeindruckt. Sie spüren,
sehen und hören. Alle Familienmitglieder werden dadurch ruhiger und zufriedener.
Ich frage, ob es noch in ihrem Körper Blockaden gibt. Es ist eine Staumauer
in der Leiste und im Kopf ist es das Seil aus einer vorangegangenen Sitzung,
aber das Wasser fließt überall hindurch. Das Wasser fließt
jetzt um den Vulkan herum. Sie lässt sich ganz voll laufen mit Wasser.
Das tut ihr sehr gut.
Dann geht sie zurück zu ihren Ritterkumpels und sie fechtet und kämpft
noch mal. Kampf-Geräusche werden wieder eingespielt.
Sie genießt es wieder in vollen Zügen und macht mit. Aufforderung
diese Energie mit in ihr Leben heute zu nehmen. Sie kann sie gut gebrauchen,
sagt sie, um ihren Weg zu finden und um Entscheidungen zu treffen.
Aus früheren Leben kann man sich Qualitäten und Fähigkeiten ins
Bewusstsein holen und wieder nutzen.
Die Sitzung wird dann beendet.
Die Klientin macht noch 2 weitere
Sitzungen und geht dann 4 Wochen zur Kur.
Heute nach einem Jahr habe ich sie angerufen und gefragt, wie es ihr geht. Sie
ist fast schmerzfrei und es geht ihr gut. Sie macht regelmäßig Gymnastik.
In ihrer Ehe ist sie noch immer sehr unglücklich, sie spürt aber,
dass sie die Trennung vom Ehemann noch nicht durchsetzen kann.
Im August 2002
Petra Röger
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