1. Sitzung: Probesession
Einstiegsbild: Gewölbekeller mit einem Portal, düster und kalt, unebener
Boden; rechts und links viereckige Säulen; Türen, die tief im Inneren
liegen und die man nicht sieht.
Die Klientin entscheidet sich dafür immer geradeaus zu gehen. Die Dunkelheit
nimmt zu. Sie landet in einem Keller, der einem Mausoleum ähnelt.
EINWEIHUNG könnte als Thema auf dem Schild der Tür stehen, von der Sie
sich angezogen fühlt. Ein grosser, heller Raum empfängt sie, in dem
Sie eine grosse Traurigkeit empfindet.
In der Mitte des Raumes erkennt sie einen Altar. Sie spürt eine zunehmende
Angst, die sie kurze Zeit später komplett handlungsunfähig macht. Auf
die Frage nach einem Helfer, sieht sie eine lichte Gestalt, wie heller Nebel,
der die Angst bewachen soll.
Eine helle Sprossentür, mit der Aufschrift FREUDE wird als nächstes
wahrgenommen. Nach dem Öffnen der Tür überfällt sie ein Gefühl
der Ambivalenz und Unsicherheit, die sie auf meine Frage hin, körperlich
als Barriere im Hals wahrnimmt.
Kl.: „Wie ein harter Kloss, der sich dort eingenistet und verschlossen hat“.
Nach der Aufforderung, direkt Kontakt aufzunehmen, fordert sie den Kloss zaghaft
auf, nichts mehr unter Verschluss zu halten, damit endlich Freude in ihr Leben
einziehen kann. Zusätzlich entwickelt sie einen Kopfdruck. Auf direkte Anfrage
erhält sie die Antwort, dass alter Ärger dort sitzen würde. Die
eilig von ihr herbeigerufene lichte Gestalt entspannt sie sichtlich:
Kl.: „Sie passt weiter auf die Angst auf“.
Mit der Bitte, dass sie ihr in der Folgezeit und in weiteren Session hilfreich
zur Seite stehen soll, endet die erste Sitzung.