Die Klientin ist 38 Jahre alt, verheiratet und hat 14 Jahre alte Zwillinge. Ihr Tierarztstudium brach sie wegen der Kinder ab. Sie ist Hausfrau und geht zeitweise ehrenamtlichen Tätigkeiten nach.
Die Klientin beschreibt ihr Grundlebensgefühl als „sich zum Leben nicht wirklich zugehörig, am Rande stehend“. Sie leide unter ihrer Antriebsarmut, schneller Erschöpfbarkeit und ihrem Übergewicht. Auffällig ist ihre sehr junge, mädchenhafte, also unausgereifte Stimme.
Ihr Wunsch ist es, mit Hilfe der Synergetik-Therapie zu ihren „Wurzeln“ zu finden und daraus konkrete berufliche Handlungsimpulse zu entwickeln.
Ihre Fluchtmöglichkeiten aus dem Schmerz des inneren Alleinseins manifestierten sich in depressiven Verstimmungen und Süchten wie übermässiges Essen, Fernsehen und auch Meditation.
Folgende Glaubenssysteme beherrschten sie:
- „Ich bin ein Opfer. Ich habe keinen Einfluss darauf, wie ich mich fühle und was mir im Leben passiert.“
- „Ich muss mich aufgeben, um von anderen geliebt zu werden“.
- „Ich verdiene meine Schuldgefühle“.
Sie hat im Verlauf von 8 Sitzungen dem Alleinsein und dem tiefen Schmerz des Inneren Kindes nachgespürt. „Ich hatte immer das Gefühl, ungeliebt, störend und im Stich gelassen zu sein. Gefühle von Angst, Scham und Schuld beherrschten mich.“
Mit Hilfe frei laufender Innenweltreisen hat sie sich bewusst mit ihren gespeicherten traumatischen Erlebnissen konfrontiert und sie schliesslich verändert. Die Veränderung der inneren Bilder führt im Gehirn zu einem Selbstorganisationsprozess. Körper, Geist und Seele kommen so immer mehr in Einklang. Durch das Ausdrücken von Emotionen löste sie ihre Blockaden und setzte neue Energien frei. Die Klientin steigerte so ihre innere Hand-lungskompetenz und es gelang ihr, ihr hohes Angstpotential aufzulösen.
Der schreckliche, dunkle Abgrund, dem sie sich konfrontiert sah, ist der Weg in ihre eigene Tiefe. Der Zugang öffnete sich durch das Fallenlassen in die eigenen Seelenbilder und durch das Sich-Anvertrauen-Können.
Die Klientin hat den Weg gewählt ihr Inneres Kind zu heilen, mit ihm zu lernen und zu wachsen. Sie ist lebendiger, aktiver, sicherer und stärker geworden.
Im Laufe der Therapie hat die Klientin ihr Übergewicht (10 kg) innerhalb eines Vierteljahres verloren. „Während der Prozessarbeit hatte ich zunächst keinen Appetit. Je mehr ich dann innerlich in Bewegung kam, desto mehr hatte ich Lust auf Bewegung im Aussen. Ich fing mit ausgedehnten Spaziergängen an, und jetzt jogge ich regelmässig.“
Ihre Meditationserfahrungen haben eine komplett veränderte Qualität und sich wesentlich vertieft: „Ich fühle jetzt eine starke Verbindung zu meinem Selbst, der göttlichen Energie und dem Universum.“
Zu ihren Kindern empfindet sie eine natürliche Nähe und einen entspannten Umgang. „Es ist, als sähe ich sie mit anderen Augen.“
Je mehr sie mit sich in Kontakt kam, desto aufmerksamer und dynamischer wurde sie auch in ihrer Partnerbeziehung. Sie haben den Weg aufeinander zu noch stärker gefunden, nachdem auch er sich geöffnet und sich auf den Weg zu seiner inneren Ganzheit gemacht hat.
Stark und gestärkt mit ihren eigenen Kraftquellen fand sie eine Haltung, mit der sie Lösungen präzise erarbeiten konnte. So ist die Klientin inzwischen in der Ausbildung zur Tierheilpraktikerin – ein lang gehegter Berufswunsch – und arbeitet parallel in der Tierarztpraxis einer Bekannten.