Dritte Sitzung „MANN“

Die dritte Sitzung beginnt mit einem lächeln, „was wohl passieren wird.“ Es passiert nichts.
Nach einspielen von Schritten, würde sie sich freuen wenn ihr Mann käme. Sie sieht einen dunkel gekleideten, schlanken, großen Mann, den sie als ihren erkennt. Sie findet es gut, das er kommt weil sie das wollte. „Zu Hause macht der nicht was ich will, wir unternehmen nichts mehr zusammen.“ Er zeigt keine Gefühle. Sie gibt in frei, er könne gehen wenn er nicht mehr bei ihr sein will. Er bleibt da, reagiert aber nicht auf sie, schaut sie nicht an. Sie spricht in an, „Wenn du schon hier bleibst, dann schau mich wenigstens an. Warum leben wir nicht zusammen, sondern nur so nebeneinander? Wenn wir jetzt die Gelegenheit haben zusammen zu reden, dann müssen wir das jetzt ausnutzen.“ Ihr Mann reagiert auch weiterhin nicht, sie schüttelt ihn, er schaut sie an. Jetzt spricht sie ihn noch ein mal an:
K. „Es tut mir leid, das wir so lange verheiratet sind und ich nicht sagen kann das wir glücklich sind. Ich kann auch nicht sagen das ich unglücklich bin, weil wir auch zwei Kinder haben, die glücklich und gesund sind. Aber ich habe nicht das Gefühl, das wir eine Familie sind. Du unternimmst nichts mit mir und auch nicht mit den Kindern, du bist einfach nur da, nur um mit den Kindern zu schimpfen, um ihnen zu sagen wo es lang geht.“
Ihr Mann gibt das auch zu, aber das genügt ihr nicht, er soll etwas verändern. Sie erklärt ihm das es sie krank macht, seine Einstellung nur zur Arbeit zu gehen und sonst nichts zu machen.
K. „Du kannst nicht einmal gerade sitzen vor deinem Fernseher oder Computer, deshalb mach ich sogar die Tür zu, damit ich das nicht sehen muss. Wenn ich auf dich zukomme und dich anspreche, dann antwortest du mir noch nicht einmal, weil das Fernsehprogramm wichtiger ist. Dann geh ich einfach und jeder lebt sein eigenes Leben. Ich möchte das du nachdenkst und dir überlegst was ich gesagt habe. Der liegt da nur auf dem Sofa und schaut in seinen Fernseher“
T. Was macht das mit dir?
K. Das macht mich krank.
T. Magst du ihm das mal zeigen, was mit dir passiert?
K. Du bist doch nicht blöd, du musst doch wissen das mir das nicht gefällt. Ich zeige dir jetzt meine Arme, meinen Hals, meine Haut und ich will das du akzeptierst, das du eine Ursache bist.
Ihr Mann schaut es sich an, reagiert aber nicht. Sie zweifelt seine Liebe an, weil er sie nicht ernst nimmt. Ab und zu sagt er das er sie liebt, aber es stimmt überhaupt nicht damit überein, wie er sich verhält. Dann nimmt er sie in den Arm, was angenehm für sie ist. Sie bittet ihn nachzudenken, einige Sachen zu ändern. Sie holt die Kinder dazu um zu sehen was passiert. Sie sitzen gemeinsam auf dem Sofa, ihr Mann nimmt sie in den Arm. Sie möchte nicht das Glück wegschmeißen das zu ihnen kommen kann. Sie will das sie genießen das sie alle zusammen sind und sich und die Kinder haben.
Klientin sieht sich liegend im Dunkeln und hat das Gefühl einzusinken. Sie kann nicht aufstehen. Sie glaubt in einem Grab zu liegen, atmet stockend, weint. Sie fühlt sich angenehm in dem Grab und sieht das als Rache gegen ihren Mann.
„Vielleicht bin ich gestorben, damit du nachdenken kannst, wie schön hätte es noch sein können.“ Alle stehen am Grab, aber weinen gar nicht mehr. Die Kinder sind traurig, aber der Mann zeigt keine Reaktion. Klientin ist traurig das ihn nicht einmal das ändern kann, obwohl sie sich schon angenähert hatten. Es sieht für sie so aus, als würde sich ihr Mann jetzt wo sie nicht mehr da ist auch aufgeben. Sie spürt eine große Traurigkeit. Sie steigt aus ihrem Grab, geht zu ihrem Mann. (unterstützende Musik im Hintergrund) Redet ihm ins Gewissen, wieso er sich so gehen lässt und das er ein Haus bauen wollte, das alle zusammen sind. Sie hat das Gefühl das ihr Mann sie jetzt wahrnimmt und auf ihre Worte reagiert. Er verändert sich als er anfängt das Haus weiter zu bauen.
K. Noch vor kurzem bist du zu mir gekommen als ein schlanker großer Mann, also nicht so wie du jetzt normal aussiehst. Und als wir auf dem Sofa gesessen haben, als du dich aufgegeben hattest, als ich in dem Grab lag, (Pause) ja als wir da gesessen haben warst du für mich der unwirkliche Mann. Das warst nicht du, der sich da aufgegeben hat,
T. Kann er dir sagen wer das war?
K. Für mich war das etwas, das in ihm sitzt, was ihn auch so gehen lässt.
T. Vielleicht könnt ihr das finden, oder herausfinden woher das kommt.
K. Nein, da oben ist das Bild, wo wir alle zusammen vor dem zukünftigen Haus stehen und da unten ist das wo er auf dem Sofa sitzt und er so zusammengepackt ist. Aber das unten ist gar nicht für ihn wichtig, für ihn ist nur das Haus wichtig. Er hat das angefangen zu bauen und das ist für in wichtig. Das ist für mich OK, weil er das für uns macht. Das Bild wo er so zusammengesackt gesessen hat, das will er einfach vergessen.
T. Was möchtest du mit dem Bild machen.
K. Wegwischen.
T. Oder magst du den der so zusammengesackt sitzt mal ansprechen.
K. Wer bist du, warum hast du dich aufgegeben? Du bist doch nicht mein Mann, der würde so etwas nicht machen. Jetzt steht der auf.
T. kannst du ihn erkennen, wer das ist?
K. Wer bist du, kenn ich dich? (Pause) Ich möchte, das du mir zeigst, woher du kommst.
Der ist traurig, aber der ist auch froh, das ich auf ihn zu gekommen bin. Was kann ich für dich tun?
Klientin setzt sich mit dem Mann auseinander, der reagiert nicht, sie hat lange Pausen zwischen den Fragen in denen keine Reaktionen da sind. Bis schließlich, nachdem sie zur Toilette war, feststellt, der Mann ist ihre Krankheit und am Grab nur traurig gewesen, weil er sie nicht ärgern konnte. In dem Moment hatte sie sich aber von ihm gelöst und sagt ihm, das sie in loswerden oder vernichten möchte. Der Mann gibt ihr zu verstehen, das er noch eine Weile bei ihr bleiben würde, bis sie sich wieder mit ihrem Mann versteht. Auf die Frage was sie tun kann, bekommt sie den Hinweis öfter auf ihren Mann zuzugehen, versuchen ihn zu verstehen. „Das ist aber das, was mich immer so wütend gemacht hat, das er so kränklich ist, das er keine Lust hat irgend etwas zu machen, das er müde ist wenn er nach Hause kommt und das soll ich jetzt verstehen!“ Sie weiß nicht ob sie damit leben kann, was sie bisher immer krank gemacht hat. Sie bekommt den Hinweis es zu versuchen. Sie versucht es gleich in ihrer Innenwelt, wo ihr Mann von der Arbeit kommt, müde ist und nur etwas zu essen haben will. Sie sagt ihm, was sie möchte, wie sie sich das gemeinsame Leben vorstellt. Sie einigen sich darauf, das sich beide bemühen müssen etwas zu ändern. Ihr Mann macht daraufhin den Fernseher aus und umarmt sie, als Zeichen, das er jetzt schon anfängt etwas zu verändern. Sie fühlt sich in diesem Moment geliebt und sagt ihm den Wünsch, das sich diese Momente öfter wiederholen sollen. Sie empfindet die Nähe ihres Mannes als angenehm und sie genießen beide, das sie zusammen sind.